Wetter-Jahr 2014

Zurück

wetter informationen  

von Meteo - Sarret - 180  aus  Bullay, dem Tor zur Mittelmosel

Standort: 180 m über NN


Aktuelles und Wissenswertes:

 

am

Jahr 2014

langjähriger
Durchschnitt

Durchschnittstemperatur

 

           12,1 °C          

10,4 °C

tiefste Temperatur

29.12.14

-8,7 °C

-12,4 °C

höchste Temperatur

09.06.14

36,1 °C

35,6 °C

Sonnenscheindauer    ca.

 

1560,0 Std.

1706,5 Std.

Niederschlag

 

   747,5 l/qm

831,1 l/qm

Tage mit Niederschlag

 

149

174

Frühnebeltage

 

72

73

Sommertage über 25°C

 

62

57

Hitzetage über 30°C

 

15

18

Frosttage  Min. unter 0°C

 

32

65

Eistage  Max. unter 0°C

 

1

15

10 der 12 Monate des  Jahres 2014  waren in unserer Region im 30-jährigen Mittel zu warm. Ausnahmen machten hier der Mai und August. Auch der kleine Wintereinbruch am Ende des Jahres konnte nicht verhindern, dass 2014 als das wärmste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen 1876 in die Annalen eingeht. Nach dem sehr milden Winter 2013/14 der eigentlich keiner war (Tiefstemperatur -3,4°C) folgte ein niederschlagarmer und warmer Frühling. Der Sommer fand im Juni statt. Juli und besonders der August waren unbeständig, nass und kühl. Der Herbst war wiederum außergewöhnlich warm, aber bei fehlender Sonne oft nebelig und trüb.   

Mittleres Minimum in 2014:   7,6° C  (langj. Mittel  6,1° C)          Mittleres Maximum in 2014:  16,7° C  (langj. Mittel  14,9° C)

Das Wetter-Jahr 2014 im Detail:

      2014 Temp.   Min. °C Temp.   Max. °C

Differenz
      °C

Temp.  Mittel-wert°C Luft- druck  hPa rel.Luft-  feuchte % im Mittel Windstarke Beaufort Sonnen- Stunden Nieder-  schlag   Ltr./qm Regentage Frühnebeltage Sommertage Hitzetage Frosttage Eistage
Januar 2,6 7,2 4,6 4,9 1009 86 2,1 50,0 56,7 16 4 0 0 5 0
Februar  2,3 8,8 6,5 5,6 1007 81 2,5 46,5 55,5 19 6 0 0 8 0
März 2,3 15,5 13,2 8,9 1017 69 2,0 194,0 11,3 7 7 0 0 13 0
April 6,9 19,4 12,5 13,2 1014 66 2,0 163,0 11,5 9 3 1 0 2 0
Mai 8,6 20,2 11,6 14,4 1016 69 2,4 176,0 73,5 13 1 6 0 0 0
Juni 10,9 25,3 14,3 18,1 1017 61 2,4 261,0 20,0 4 0 10 4 0 0
Juli 14,7 27,1 12,4 20,9 1014 68 2,1 224,5 122,5 17 3 14 10 0 0
August 12,7 22,9 10,1 17,8 1013 74 2,2 161,0 104,5 16 4 8 1 0 0
September 12,0 22,0 10,1 17,0 1019 77 1,9 129,5 41,5 7 17 8 0 0 0
Oktober 10,0 17,3 7,3 13,5 1016 80 1,9 102,0 98,5 12 14 0 0 0 0
November 5,8 10,0 4,1 7,9 1012 89 1,4 40,5 58,5 12 7 0 0 0 0
Dezember 2,3 5,0 2,7 3,6 1020 90 2,6 12,0 93,5 17 6 0 0 3 1
                               
Jahreswerte 7,6 16,7 9,1 12,1 1015 76 1,4 1560,0 747,5 149 72 47 15 31 1
Minimum 2,3 5,0 2,7 3,6 1007 61 1,4 12,0 11,3 4 0 0 0 0 0
Maximum 14,7 27,1 14,3 20,9 1020 90 2,6 261,0 122,5 19 17 14 10 13 1

In unserer Region war der Januar 2014 durch häufige Westwetterlagen einer der mildesten in den letzten 30 Jahren, während im Osten Deutschlands durch ein kräftiges und beständiges Russlandhoch in der arktischen Kaltluft zeitweise starker bis strenger Dauerfrost herrschte. Bei uns wurde an 5 Tagen nur leichter Nachtfrost gemessen. Tagsüber lagen die Temperaturen immer über 0° C. Die relativ wenigen Niederschläge, sie fielen ausschließlich als Regen, waren über den ganzen Monat verteilt. Die größte Tagesmenge gab es am 6. mit 15,0 Liter pro qm. Nur in der Nacht zum 26. fiel einmalig Schneeregen. Die Sonnenscheindauer lag leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.

Auch der Februar 2014 war durch die seit Dezember in diesem Winter ständig auftretenden, milden Westwetterlagen im langjährigen Mittel zu warm. Die ausschließlich als Regen fallenden Niederschläge und die Sonnenscheindauer blieben unter der 30-jährigen Norm. Trotz insgesamt geringer Niederschläge regnete es vom 5. bis 22. (2 Tage ausgenommen) fast täglich. Regenreichster Tag war der 13. mit 9,8 l/qm. An 8 Tagen sank das Thermometer am frühen Morgen knapp unter die 0° Grenze. Der meteorologische  Winter 2013/14  (Dez.-Febr.) ohne Schnee, der tatsächlich keiner war, ist mit einer Mitteltemperatur von  4,9 °C (2,2°) und mit 21 Frost- (29) sowie 0 Eistagen (13) der drittmildeste seit den Wetteraufzeichnungen im Jahre 1876. Die Sonnenscheindauer von 139 Stunden (189) und die Niederschläge mit 163,4 l/qm (225,4) blieben hinter den  langjährigen Werten zurück. Die tiefste Temperatur dieses Winters wurde am 17. Dez. mit nur minus 3,4°C gemessen. (30-jährige Durchschnittswerte in Klammern).

Die relativ lange Sonnenscheindauer, verbunden mit den hohen Nachmittagstemperaturen sorgten auch im März 2014, trotz der an 13 Tagen aufgetretenen leichten Nachtfrösten, für ein Temperaturplus gegenüber dem 30-jährigen Mittel. Die Minustemperaturen erreichten uns am Anfang und Ende des Monats. Seit Juli 2013 wurden in jedem Monat überdurchschnittliche Temperaturen gemessen.  Die Niederschläge waren diesmal kein Thema.  Die höchste Tagesmenge fiel am  22. und 24. mit jeweils 5,0 l/qm. Ähnlich trockene März-Monate gab es 2012 mit 13, 2011 mit 15 und 1993 auch mit nur 11 Liter pro Quadratmeter.

Viel zu mild und zu trocken. Dies sind die Merkmale des  April 2014  im Vergleich zum langjährigen Mittel. Es war einer der wärmsten seit den Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Der Trend zu höheren Temperaturmonatswerten und zur Trockenheit geht zurzeit weiter. Trotzdem gab es am 16. und 17. leichten Frost. Die nur 11,5 l/qm Regen waren an 9 Tagen in kleinen Gaben über den ganzen Monat verteilt. Die Tageshöchstmenge verzeichneten wir am 26. mit 4,5 l/qm. Die Sonnenscheindauer lag leicht unter der Norm. Die untenstehende Grafik zeigt über den Monat April, der in unserer Region seit Jahrzehnten der niederschlagärmste ist, interessante Niederschlagswerte.

Temperatur- und niederschlagsmäßig lag der  Mai 2014  mit kleinen Abweichungen im 30-jährigen Durchschnitt, während die Sonnenscheindauer unter der Norm blieb. Anfang des Monats kam das Thermometer noch einmal in die Nähe des Gefrierpunktes. Sommerliche Werte wurden an den Tagen um den 20. gemessen. Die Niederschläge fielen vom 6.-13. und vom 22. bis 26.. Regenreichster Tag war der 13. mit 12,5 l/qm. Am 12., 13. und 26. gewitterte es. In unserer Region war der  Frühling 2014  (März-Mai) ungewöhnlich trocken. Es fielen in den 3 Monaten nur 96,3 Liter Regen pro qm. Das langj. Mittel liegt bei 189 l/qm. Das Frühjahr war somit eines der niederschlagärmsten seit den Wetteraufzeichnungen. Das trockenste gab es im Jahr 2011 mit 56,5 l/qm. Die Mitteltemperatur lag bei 12,2°C (10,3°), die Sonnenstunden bei 533 (531). (langj. Werte in Klammern).

Durch die erste Hitzewelle dieses Sommers vom 6.-10. war der  Juni 2014  auch wieder, wie die Vormonate, wärmer und lag damit etwas über dem langjährigen Mittel, obwohl sich die Temperatur in 14 Nächten im einstelligen Bereich bewegte. Nach dem trockenen Frühjahr folgte nun wieder ein niederschlagsarmer Monat. Der wenige Regen fiel am 4.,10., 28. u. 29. Juni. Die Tageshöchstmenge wurde am 28. mit 13,5 l/qm gemessen. Am 10.6. gab es mit einer kleinen Regenmenge (1 l/qm) ein Gewitter. Die Sonnenscheindauer lag weit über der  30-jährigen Norm.

Die 2. Hitzewelle dieses Sommers Mitte Juli 2014 trennte die beiden „Regenzeiten“ am Anfang und Ende des Monats. Der Juli war im langjährigen Durchschnitt etwas zu warm und aufgrund der vielen, meist gewittrigen Niederschläge viel zu nass. Die höchste Tagesniederschlagsmenge fiel während eines Dauerregens am 9. mit 25,5 mm = l/qm. Es wurden 9 Gewittertage gezählt. Regenreiche Juli-Monate gab es in den Jahren 2000 mit 181,0 l/qm, 1980 mit 163,0 und 1942 mit 126,2 l/qm (letzter Wert DWD Trier). Die Sonnenscheindauer wich kaum vom 30-jährigen Mittel ab.

Im  August 2014  setzte sich die überwiegend wolkenreiche und feuchte Witterung des Vormonats fort. Der August war gegenüber dem langjährigen Mittel  zu kühl und zu nass. Er war seit einem Jahr, außer Mai 2014, der erste Monat mit einem negativen Temperaturverhältnis zum 30-jährigen Durchschnitt. Sommerliche Werte gab es nur in den ersten Tagen des Monats. Dort war auch dann an 5 Tagen Donner zu hören.  Zum Ende gingen die Temperaturwerte in der Nacht an 6 Tagen in den einstelligen Bereich.  Der Regen war über den ganzen Monat gut verteilt. Tageshöchstmengen wurden am 10. und 25. mit jeweils 17,5 l/qm gemessen. Die Sonnenscheindauer war sehr mäßig. Der meteorologische Sommer 2014 (Juni-August)  spielte sich im Monat Juni ab. Mit viel Sonne und wenig Niederschlag zieht er die folgenden diesjährigen Gesamt-Sommerwerte fast zur Norm: Die Durchschnittstemperatur betrug 18,7°C (18,8°); es schien 646,5 Stunden (662,0) die Sonne und es regnete 247 l/qm (208,7)(Die Mittelwerte der letzten 30 Jahre in Klammern).

Auch in diesem Monat ist die Klimaänderung unverkennbar. Der September 2014  war im Vergleich zum 30-jährigen Mittel zu warm. Sonnenscheindauer und Niederschläge blieben dagegen im Negativbereich. Fast 100 % der Niederschläge fielen vom 20. bis 22. mit einer Tageshöchstmenge am 20. Sept. von 24 l/qm mit Gewittern und Hagel. Bemerkenswert sind in diesem Monat die geringen Schwankungen des Luftdrucks (siehe Diagramm unten), die in den feuchten Luftmassen die Vielzahl der Frühnebeltage (17) begünstigten. In Extremfällen ist in unseren Breiten ein Luftdruck von 970 bis 1040 hPa möglich. So viele Frühnebeltage wurden zuletzt in den Jahren 1986 mit 19 und 1979 mit 18 Tagen registriert.

Mit 13,5°C rangiert der  Oktober 2014  an 4. Stelle unter den höchsten Durchschnittstemperaturen seit 138 Jahren. An 15 Tagen blieben die Nachttemperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit (starke Nebelbildung) über der 10° Marke hängen. Auch tagsüber wurden an 7 Tagen 20° und mehr erreicht. Während sich die Sonnenscheindauer im Mittelbereich bewegte war die Regenaktivität doch sehr hoch. Schwerpunkte waren der 7. bis 11. und 16. Oktober. Die höchste Regenmenge fiel am 8. mit 24 l/qm. 

Kein Nachtfrost, kein Schnee, viel Hochnebel, aber bedeutend zu warm. So stellte sich der  November 2014  vor. In den letzten 30 Jahren gab es im November 1994 mit 9,2° und 2009 mit 8,9°C noch etwas höhere Werte.  Durch tagelang verbreiteten Hochnebel blieb die Sonnenscheindauer im Keller. Die Schwerpunkte der Niederschläge waren am Anfang und Mitte des Monats. Der meiste Regen fiel am 4.mit 20 l/qm. Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,8°C (10,6° im Mittel) war der diesjährige Herbst (Sept.-Nov.) der zweitwärmste nach dem Jahre 2006 (13,6°C) seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Sonnenstunden lagen mit 272,0 Std. unter  dem langjährigen Durchschnitt von 321,5, während sich die Niederschläge mit 198,5 l/qm (201,5)  in etwa die Waage hielten. (Quellennachweis: vor 1977 Deutscher Wetterdienst Trier/Karlsruhe)

Mit 1°C lag auch der  Dezember 2014  temperaturmäßig über dem langjährigen Durchschnitt. Er war damit im Trend des ganzen Jahres. Die leicht überhöhten Niederschläge fielen mit Schwerpunkt in der Mitte, über den Monat verteilt. Den meisten Regen gab es am 11. mit 14,5 l/qm. Ende des Monats war auch etwas Schnee dabei. Bei relativ hohem Luftdruck waren die Tage oft bedeckt, trüb und nebelig. An nur 4 Tagen schien ein wenig (0,5-1 Std.) die Sonne. Von richtigem Winter war nichts zu spüren.     

* * * * * * * * * * * *

Weitere Informationen über unser Wetter, wie Diagramme usw. finden Sie auf meiner Webseite unter:

 
http://www.wetter.com/wetter_aktuell/wetternetzwerk/station/1996/



Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!